Giuseppe Santomaso

 
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Giuseppe                       Santomaso                                                    - 3 Blätter: Senza titolo (2). Komposition
Giuseppe Santomaso
"3 Blätter: Senza titolo (2). Komposition "
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Biografie Kunstmarkt/Service Literatur Impressum
Giuseppe Santomaso

Venedig 1907
- Venedig 1990


1907 wird Guiseppe Santomaso in Venedig als Sohn eines Goldschmiedes geboren. An der Akademie der Schönen Künste in seiner Heimatstadt beginnt Santomaso seine künstlerische Ausbildung 1932 und wird bereits zwei Jahre später zur Teilnahme an der Biennale in Venedig, eingeladen. Mitte der dreißiger Jahre beginnt Santomasos Auseinandersetzung mit der avantgardistischen Kunst. Zunächst über die Kunstzeitschrift "Verve", bevor der Künstler 1937 auf einer Reise nach Holland die Impressionisten und Fauves direkt studieren kann. Santomaso besucht die Weltausstellungen in Paris. Der Künstler ist von den in der französischen Kunstmetropole gezeigten Werken eines Matisse, Braque, Bonnard und Picasso beeindruckt und irritiert zugleich. Santomaso verwirklicht 1939 seine erste Einzelausstellung in der Galerie "Rive Gauche". Der Künstler kann sich während des Krieges auf seine Malerei konzentrieren, illustriert 1942 den Gedichtband "Grand Air" von Paul Eluard und beteiligt sich ein Jahr später an der Kunst-Quadriennale in Rom. Santomaso ist 1946 maßgeblich an der Gründung der progressiven italienischen Künstlergruppe "Nuova Secessione Artistica Italiana" beteiligt, die später in "Fronte Nuovo delle Arti" umbenannt wird. Guiseppe Santomaso tritt hier entschieden für eine Position zwischen einem illustrativen Realismus und einer puren Abstraktion ein. Für den Künstler äußert sich seine Anlehnung an die klassische Moderne vorerst in einer gegenständlich angelegten Bildsprache, die an Braque und Léger anknüpft. Anfang der fünfziger Jahre folgt die Auseinandersetzung mit der Kunst des Informel. Sie findet ihren Niederschlag in zunehmend abstrakten Kompositionen. Es entstehen Bildkompositionen von architektonisch anmutender Klarheit, die ab Mitte der siebziger Jahre von Bauelementen der venezianischen Palazzi durchzogen und von der unvergleichlichen Farbigkeit Venedigs inspiriert sind. Bis zu seinem Tode 1990 erfolgen, neben Santomasos akademischer Lehrtätigkeit an der venezianischen Kunsthochschule, von 1954 bis 1974 dreizehn Beteiligungen an der Biennale in Venedig, drei Einladungen zur Documenta und zahlreiche Teilnahmen an nationalen und internationalen Ausstellungen.